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#28 Achtung Schlafräuber!


Arzneimittel! Bei Schlafstörungen lohnt einen Blick auf den Medikationsplan…

Schon wieder eine schlechte Nacht? Dann liegt der Griff zum Schlafmittel nahe. Doch weniger ist manchmal mehr: Nicht selten sind nämlich Arzneien schuld an der gestörten Nachtruhe — meist solche, die auf die Konzentration schlafregulierender Botenstoffe im Gehirn einwirken. Einen indirekten Einfluss auf die Schlafqualität haben zudem Rheumamittel, die nächtliche Magenschmerzen verursachen können, oder harntreibende Medikamente, die nachts zu häufigen Toilettenbesuchen führen.
Anregende Arzneien wie Methylphenidat oder antriebssteigernde Antidepressiva halten schon ab der ersten Tablette wach, andere Präparate entfalten diese Wirkung erst nach Wochen oder Monaten. Paradebeispiel für derartige Langzeiteffekte sind Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine. Sie machen schnell abhängig und verstärken dann die Schlafstörungen, gegen die sie ursprünglich eingenommen wurden.

Medikations-Check beim Apotheker Medikations-Check beim Apotheker
Patienten, die Arzneien nehmen, wird empfholen, bei Schlafstörungen mit dem Arzt zu sprechen und ihren Medikationsplan überprüfen zu lassen. Oft genüge es, bestimmte Mittel morgens statt abends einzunehmen. „Ist das nicht möglich, sollte der Arzt auf eine eventuelle Dosisreduktion oder einen Präparat-Wechsel angesprochen werden. Auch Alkohol und Koffein stören bekanntlich die Nachtruhe. Besser geeignet seien pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel mit Safran, Vitamin B12 und Magnesium, die aber erst nach einigen Wochen ihre volle Wirkung entfalten.

Wie Medikamente die Schlafqualität beeinflussen
Betablocker blockieren vermutlich bestimmte Bindungsstellen an den Zellen der Zirbeldrüse, die Melatonin bilden, und drosseln so die ProduktionNein zu Medikamenten! Wie Medikamente die Schlafqualität beeinflussen... dieses Schlafhormons. Werden die Blutdrucksenker länger genommen, verursachen sie gelegentlich Ein- und Durchschlafstörungen oder Albträume. Bei solchen Langzeiteffekten sollte es keine Rolle spielen, ob die Medikamente morgens oder abends eingenommen werden. Ältere Menschen mit ausgeprägter Gefäßverkalkung sollten den Zeitpunkt der Einnahme mit dem Arzt absprechen. Erfolgt sie abends, könne es sein, dass der Blutdruck nachts zu stark abfalle und Durchblutungsstörungen verursache. Eventuell könne der Arzt die Dosis verringern oder den Patienten auf andere Blutdrucksenker umstellen. Eine natürliche Unterstützung  seien pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel mit Magnesium und Vitamin K die aber erst nach einigen Wochen ihre volle Wirkung entfalten.
 
Antidepressiva erhöhen die Konzentration der Botenstoffe Serotonin, Noradrenalin und Dopamin im Gehirn. Je nach Wirkstoff sind die Mittel beruhigend, stimmungsaufhellend oder antriebssteigernd. Neuere Antidepressiva‚ die den Serotoninspiegel erhöhen, stören die Melatoninproduktion und bewirken schlaflose Nächte, wenn sie abends geschluckt werden. Antidepressiva sollte man besser vormittags nehmen. Hier wird von den meisten Experten eine zusätzliche Ergänzung der Nahrung von max. 2g/täglich mit Safran empfohlen.

Antiparkinsonmittel erhöhen die Konzentration des antriebssteigernden Botenstoffs Dopamin im Gehirn. Das ist therapeutisch erwünscht, kann den Schlaf allerdings empfindlich beeinträchtigen. Zu Behandlungsbeginn sollte die Dosis langsam gesteigert und bei starken Nebenwirkungen nach Rücksprache mit dem Arzt vorübergehend reduziert werden.
 
Inkontinenzmittel wie Tolterodin und Oxybutinin werden bei Harninkontinenz und überaktiver Blase verordnet. Sie entspannen die Blasenmuskulatur, indem sie den Botenstoff Acetylcholin blockieren. Dadurch kann es allerdings zu Schlafstörungen, Unruhe und Verwirrtheit kommen. Weltexperten raten, trockene Früchte und natürliche Öle wie Arganöl verstärkt zu konsumieren.
 
Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine sollten in der Regel nur kurzzeitig eingenommen werden. Vor allem bei älteren Menschen kann sich ihre Wirkung mit der Zeit umkehren: Statt beim Einschlafen zu helfen, verstärken sie dann Angst und Unruhe. Dr. N. Heintz empfiehlt hier täglich nicht auf Vitamin B12 (als natürliches Extrakt) zu verzichten!